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Blog · Auswandern, Teil 1

Teil 1 – Ausgangslage: Warum überhaupt weg?

Geschrieben von Stefanie Balkenhol · 11 Minuten Lesezeit

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Kostenexplosion

Mieten in Großstädten sind für Durchschnittsverdiener kaum noch zu bezahlen. Auch auf dem Land steigen die Mietpreise, wie man am Beispiel Arnsberg sehr deutlich sehen kann: Mietspiegel Arnsberg 2026 – ImmoScout24. Energiepreise und Lebenshaltungskosten steigen kontinuierlich.

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen, während die Leistungen abnehmen. Zu den Ursachen zählen unter anderem die großzügige Verteilung finanzieller Mittel ins Ausland bei gleichzeitiger Vernachlässigung nationaler Bedürfnisse, die Überlastung der Sozialsysteme durch deren missbräuchliche Nutzung, ein politisch wenig verantwortungsvoller Umgang mit Formen der Zuwanderung, die weder integrationsfördernd noch gesellschaftlich entlastend wirken und nicht zuletzt die Finanzierung fremder Kriege, die täglich unschuldigen Menschen das Leben kosten.

Der Deutsche hat immer weniger Netto vom Brutto (etwa 62,6 % als Alleinstehender ohne Kinder, nur in Belgien ist es noch weniger, s. Nettoeinkommen in Europa – Euronews), soll dafür aber, wenn es nach den feinen Herren und Damen in der Politik geht, immer mehr und länger arbeiten.

Für eine vergleichsweise niedrige Rente muss man in Deutschland aktuell bis 67 arbeiten (Tendenz steigend), wie auch in Italien und den Niederlanden, wo man wiederum einen deutlich höheren Anteil von dem als Rente bekommt, was man eingezahlt hat. Deutschland hat eine Nettoersatzquote von 52,9 %. Im europäischen Vergleich liegen wir damit auf Platz 22 von 27 und fast 60 % der deutschen Rentner müssen mit weniger als 900 € im Monat auskommen, während jeder sechste Rentner in Deutschland von Altersarmut bedroht ist.
Quellen: Rentenvergleich Europa 2024, Renteneintrittsalter in Deutschland – ftd.de.

Doch nicht nur Rentner kommen schlecht weg, sondern auch jüngere Menschen, die sich etwas aufbauen möchten. Ein Eigenheim können sich heutzutage nur noch wenige leisten. Mit einer Wohneigentumsquote von 45 % bildet Deutschland laut Sparkasse das Schlusslicht in Europa. Viele Berufseinsteiger müssen sich heute entscheiden, ob sie jetzt ein gutes Leben führen oder eine spätere Altersarmut vermeiden möchten. Einige haben auch gar keine Wahl: es bleibt schlicht zu wenig übrig, um ausreichend vorzusorgen.

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Überlastete Infrastruktur

Schulen, Krankenhäuser und Behörden sind vielerorts am Limit. Das Abitur wird einem heute hinterhergeschmissen, die Ergebnisse der PISA-Studie und des IQB-Bildungstrends zeigen für ganz Deutschland einen negativen Trend, s. auch https://www.dipf.de/de/dipf-aktuell/pressemitteilungen/pisa und IQB-Bildungstrend 2024 – Bildungsportal NRW. Viele Schulabgänger sind heutzutage nicht brauchbar für eine Ausbildung, was dazu führt, dass der Bedarf an dringend benötigten Auszubildenden nicht gedeckt werden kann. 87 % der Ausbildungsbetriebe sehen Mängel bei Belastbarkeit, Disziplin, mentaler Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Motivation. Dazu mangelt es an grundlegenden Kenntnissen und Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft, Einsatzwille und – man will es gar nicht glauben – Lesen, Schreiben und Rechnen.
Quelle: Umfrage: Viele Betriebe suchen vergeblich nach Azubis.

Doch damit nicht genug: Unser Gesundheitssystem ist eigentlich ein Krankheitssystem, das Symptome behandelt, statt vorzubeugen und nach der Ursache der Symptome zu suchen. Ein oft genanntes Beispiel: Patienten, die sich für gesund halten, gehen zur Vorsorge. Dort wird z. B. ein zu hoher Blutdruck gemessen. Ab sofort gilt man als krank, meist ohne, dass ausreichend nach der Ursache des hohen Blutdrucks gesucht wird. Jahrelang behandelt man Symptome, z. B. durch blutdrucksenkende Medikamente, irgendwann wird der Patient dann pflegebedürftig und bringt somit weiter Geld ein.
Quelle: „Kein Gesundheits- sondern ein Krankheitssystem" – Deutsche Apotheker Zeitung.

Erschwerend hinzu kommt das lange Warten auf Facharzttermine (Tipps gegen lange Wartezeiten – ndr.de). Die durchschnittliche Wartezeit auf ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten liegt bei knapp 6 Wochen, bis zum eigentlichen Therapiestart vergehen im Schnitt weitere 20 Wochen. Für Menschen mit einer schweren Angststörung oder einer chronischen Depression kann es nach so einer langen Zeit auch schon zu spät sein.
Quelle: Das lange Warten auf eine Psychotherapie – Sozialverband VdK.

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Politische Polarisierung

Das Vertrauen in politische Institutionen sinkt zu Recht und aus vielschichtigen Gründen. In den offensichtlich nicht ausgewogen berichtenden Mainstream-Medien dominiert das Bild der zunehmenden Gefahr von rechts. Was nicht so gerne gezeigt wird: eine steigende Anzahl gewaltbereiter Linksextremisten bedroht zunehmend die Sicherheit im Land. Laut Bundesamt für Verfassungsschutz ist die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten in Deutschland im Jahr 2025 um 38,9 % auf 8.133 Delikte gestiegen. Diese Straftaten umfassen u. a. Körperverletzung, Brandstiftung und Sachbeschädigung.

Beim AfD-Bundesparteitag im thüringischen Erfurt im Juli 2026 wurden Journalisten von Apollo News von linken Protestanten angegriffen und verletzt und erst im September gab es wieder Sabotageakte auf das deutsche Stromnetz durch Klimaextremisten, die aufgrund glücklicher Umstände ohne große Folgen blieben, nachdem bereits im Januar 2026 Täter aus der linksextremen Szene im tiefsten Winter einen schweren Brandanschlag auf eine wichtige Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde verübten und damit den längsten Blackout der Berliner Nachkriegsgeschichte verursachten.

Wir sehen, dass sich das Volk zunehmend in Lager aufteilt, die sich gegenseitig anfeinden, statt sich auf die Gemeinsamkeiten zu konzentrieren. Familien entzweien sich und man liest wahnwitzige Artikel über den Umgang mit dem „rechten Onkel" unterm Weihnachtsbaum.

Der gerade in Krisenzeiten wie diesen so wichtige Zusammenhalt ist – auch als Folge des viel diskutierten Corona-Wahnsinns – kaum noch spürbar und in einer Demokratie leben wir schon lange nicht mehr, denn sonst würden im Bundestag und auf Landesebene ja Entscheidungen zum Wohle des Volkes getroffen, egal, welche Parteien diesen zustimmen und die Regierung würde aus den Parteien bestehen, die das Volk mehrheitlich gewählt hat. Wir hätten sicher auch keine staatliche Förderung für parteinahe NGOs, mit deren blödsinnigen Projekten sich nur verschwindend kleine Minderheiten identifizieren können.

Darüber, was eine Demokratie wirklich ausmacht, lässt sich sicherlich streiten, aber viel wichtiger sind doch die wenigen Gemeinsamkeiten, die wir als deutsches Volk noch haben. Was uns vermutlich alle verbindet, ist die Angst vor Krieg und der Unwille, sich selbst, seine Kinder, Brüder, Väter oder Männer als Kanonenfutter zu opfern, womit ich zum nächsten und wichtigsten Punkt komme – der Sicherheit.

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Sicherheitsbedenken

Die Zunahme von Gewalt und geopolitischen Spannungen verunsichert viele Menschen in Deutschland. Laut einer Analyse von ProSecurity ereignet sich in Deutschland alle 18 Minuten ein Messerangriff. Wo soll man sich da noch sicher fühlen? Viele denken, solche Dinge würden nur in Großstädten passieren, aber weit gefehlt – auch in ländlichen Gebieten wie Meschede oder Marsberg, im beschaulichen Sauerland, gab es in letzter Zeit Messerattacken und weitere Gewaltvorfälle. Die in Marsberg endete sogar tödlich für einen 15-Jährigen. NIUS Berichtete.

Als wäre das alles noch nicht genug, muss man aktuell auch noch ernsthaft Angst vor Krieg haben. Das Säbelrasseln in der Politik lässt einem täglich kalte Schauer über den Rücken laufen. Erstmals seit 35 Jahren warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vor Krieg und aktualisiert seinen Ratgeber. Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, Aufrüsten, Drohnenpanik und die aktuelle Wehrpflichtdebatte fachen die Kriegspanik noch zusätzlich an, genauso wie diverse Desinformationskampagnen aus allen Richtungen. Man weiß nicht mehr, was wahr oder falsch ist und dass die Bundesregierung das Volk künftig über Art, Umfang und Zeitpunkt von Waffenlieferungen im Dunkeln lassen möchte, ist auch nicht gerade beruhigend, denn so erfährt man wahrscheinlich erst viel zu spät, wenn die nächste Eskalationsstufe erreicht ist. Und wo soll man dann hin? Es gibt nicht einmal mehr funktionierende Bunker, in denen man Schutz suchen könnte, also bleibt einem nur die Flucht übrig, wenn man nicht sterben will. Man wird das Gefühl nicht los, dass unsere Politiker bereits auf einen Krieg vorbereitet sind und ihre Schäfchen im Trockenen haben, während sie keine Scheu davor haben, junge Leute in Deutschland im selbst provozierten Ernstfall an die Front zu schicken. Man kann mich gerne naiv nennen, aber ich glaube nicht, dass es Frieden bringt, das Blutvergießen immer weiter zu verlängern, aber ich bin keine Expertin, sondern nur ein ganz normaler Mensch, der sich Frieden wünscht und ich würde wetten, dass ich nicht die einzige bin, deren Instinkt es ist, sich und ihre Lieben vor einem drohenden Krieg schützen zu wollen. Natürlich will man auch nicht unnötig Panik verbreiten, aber woher soll man wissen, was kommt? Jeder Experte hat seine eigene Theorie und um sich sein eigenes Bild zu machen, gibt es zu viele Fragezeichen und …

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Unsicherheit durch Desinformation

In einer Medienlandschaft, die zunehmend von selektiver Berichterstattung und parteiischer Kommentierung geprägt ist, fällt es vielen Menschen schwer, sich ein objektives Bild zu machen. Die heutige Vielfalt an Informationsquellen kann Fluch und Segen zugleich sein und schnell überfordern. Jeder, der nicht nur die halbe Wahrheit oder die für unsere Ohren vorselektierten Informationen erfahren will, sollte neben klassischen Medien auch verschiedene digitale Plattformen nutzen, dabei aber natürlich immer skeptisch bleiben und den Wahrheitsgehalt überprüfen, da leider viele Fake News verbreitet werden.

Die Politik macht es nicht besser: Lügen und gebrochene Versprechen führen dazu, dass so langsam niemand mehr weiß, was und wem er noch glauben soll. Es scheint nicht mehr um Inhalte zu gehen, sondern nur noch um Macht und Geld und dafür sind einige bereit, ihre eigenen Prinzipien über Bord zu werfen. Sie zeigen nach der Wahl ein komplett anderes Gesicht als noch im Wahlkampf.

Aber eigentlich geht es uns doch allen noch ganz gut, nicht wahr? Das kommt stark darauf an, ob man arm oder reich, krank oder gesund, mainstreamkonform oder gesichert unbequem ist und wie sehr man auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen ist. Und zur falschen Zeit am falschen Ort darf man natürlich auch nicht sein, z. B. am 31. Mai 2024 auf dem Mannheimer Marktplatz, am 23. August 2024 auf dem Stadtfest in Solingen oder am 25. Juli 2026 auf dem Christopher Street Day in Berlin. Das sind nur sehr wenige von erschreckend vielen Beispielen.

Natürlich gibt es immer Menschen, denen es noch schlechter geht als einem selbst, die todkrank sind, die in Kriegsgebieten leben oder in Gefangenschaft, die kein sauberes Trinkwasser und nichts zu essen haben – aber bringt es einen weiter, sich mit denen zu vergleichen, denen es schlechter geht? Kommt man so weiter im Leben? Ich glaube ja, dass man seine Situation nur verbessern kann, indem man zu denen aufschaut, denen es besser geht als einem selbst, während man selbstverständlich diejenigen nicht vergisst, die Schlimmes erleiden und dankbar ist für das, was man hat.

Angesichts der aktuellen Missstände und Gefahren in Deutschland habe ich aktuell wenig Hoffnung, dass sich hier in nächster Zeit noch irgendetwas zum Guten wenden wird und daher wächst in mir der Wunsch, das Land zu verlassen, so wie es laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2025 fast 289.000 Deutsche bereits getan haben. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Doch kann jeder das einfach so machen?